Gefälschte Abschlüsse und verschwiegene Anstellungen sind Risiken, die schon vor der Einstellung entstehen. Validato kombiniert risikobasiertes Screening mit Human-in-the-Loop-Prüfung, um Credential Fraud und Innentäter-Risiken früh zu erkennen.

Warum wir zwischen Risiko vor und nach der Einstellung unterscheiden

Viele Unternehmen beschäftigen sich mit Innentäter-Risiken erst dann, wenn ein Schaden bereits entstanden ist – wenn also bereits Daten abgeflossen sind, Gelder veruntreut wurden oder ein Vertrauensbruch aufgedeckt wird. Wir bei Validato sind überzeugt, dass ein relevanter Teil dieser Risiken schon im Bewerbungsprozess sichtbar wird, wenn man weiss, wonach man schaut. Ein gefälschter Abschluss, eine verschwiegene frühere Kündigung oder eine erfundene Referenzstation sind für sich genommen noch kein Beweis für böse Absicht – aber sie sind ein Signal, das eine genauere Betrachtung rechtfertigt, bevor ein Arbeitsvertrag unterschrieben wird, nicht erst danach.

Nicht jede Position braucht dieselbe Prüftiefe

Eine Position mit Zugriff auf Finanzdaten, Kundendaten oder kritische Systeme hat ein anderes Risikoprofil als eine Position ohne einen solchen Zugriff. Deshalb setzen wir auf risikobasiertes statt pauschales Screening: Personalabteilungen wählen aus 18 konfigurierbaren Modulen genau das aus, was zur jeweiligen Rolle passt, etwa Verifikation von Abschlüssen, Abgleich von Beschäftigungszeiträumen oder Sanktionslistenprüfung. Für eine Praktikumsstelle ohne Systemzugriff sieht diese Auswahl typischerweise anders aus als für eine Position in der Finanzabteilung oder mit Zugriff auf Produktionssysteme. Das unterscheidet unseren Ansatz von einer pauschalen Vollprüfung aller Bewerbenden unabhängig von Rolle und tatsächlichem Risiko, die weder wirtschaftlich noch datenschutzrechtlich sinnvoll wäre.

Warum ein Algorithmus allein nicht genügt

Ein zentrales Element unserer Methodik ist der Grundsatz Human-in-the-Loop: Auffälligkeiten aus der automatisierten Prüfung werden bei uns nicht ungeprüft als automatisierte Ablehnung an die Personalabteilung weitergegeben, sondern von Fachpersonen eingeordnet, bevor überhaupt eine Rückmeldung erfolgt. Für Personalabteilungen bedeutet das, dass sie eine bereits eingeordnete Einschätzung erhalten, statt eines reinen Datenbank-Treffers, den sie selbst interpretieren müssten – oft ohne das fachliche Hintergrundwissen, um einen Treffer richtig zu gewichten. Das reduziert das Risiko von Fehlentscheidungen, die auf Basis unvollständiger, veralteter oder falsch gewichteter automatisierter Signale getroffen werden.

„Einordnung braucht einen Menschen, nicht nur einen Algorithmus“

Für uns ist dieser Grundsatz nicht verhandelbar. Reto Marti, Managing Partner Validato: „Ein System, das nur Datenbanken abgleicht, liefert Treffer – aber keine Einordnung“, sagt Reto Marti, Managing Partner von Validato. „Ob eine Auffälligkeit für eine bestimmte Position relevant ist, entscheidet am Ende immer noch ein Mensch.“

Diese Aussage unterstreicht, dass wir die automatisierte Prüfung als Vorstufe verstehen, nicht als Ersatz für eine fachliche Einschätzung – gerade weil eine Fehleinschätzung für die betroffene Bewerberin oder den betroffenen Bewerber ebenso gravierende Folgen haben kann wie eine übersehene Auffälligkeit für das Unternehmen.

Prävention statt Schadensbegrenzung

Der Unterschied zwischen einer Personalabteilung, die reagiert, und einer, die vorbeugt, entsteht oft schon vor dem ersten Arbeitstag der neuen Mitarbeiterin oder des neuen Mitarbeiters. Wer Risiken im Bewerbungsprozess erkennt, muss sie später nicht mehr im Schadensfall aufarbeiten – mit allem, was dazugehört: interne Untersuchungen, mögliche rechtliche Schritte und der Aufwand, eine neu besetzte Position erneut auszuschreiben. Prävention ist damit nicht nur ein Sicherheitsthema, sondern auch ein Effizienzthema für die Personalabteilung selbst.

Was das für eure Personalabteilung bedeutet

Wenn ihr wissen wollt, wie risikobasiertes Screening für eure kritischen Positionen konkret aussehen könnte – welche Module für welche Rolle sinnvoll sind und wie der Human-in-the-Loop-Prozess im Detail abläuft, sprecht mit uns. Mehr zu unserem Pay-per-Use-Modell und zur rechtssicheren Bewerberprüfung findet ihr in unseren weiteren Beiträgen.