Background Checks nach Reifegrad: Von keinem Screening bis hin zur Verwendung eines Human Risk Frameworks

----------------------------------------------------------------

Von Reto Marti, Co-Founder & COO, Validato

----------------------------------------------------------------

Unternehmen gehen sehr unterschiedlich mit Background Checks um. Während manche gänzlich darauf verzichten, setzen andere auf standardisierte Verfahren oder auf strukturierte, risikobasierte Ansätze im Rahmen eines Human Risk Frameworks. 

Background Checks, auch Pre-Employment Screening oder Personensicherheitsprüfung genannt, sind längst nicht bei allen Unternehmen gleich etabliert. Die Bandbreite reicht von „gar nicht vorhanden“ bis hin zu umfassend integrierten Konzepten, die Teil eines systematischen Human Risk Managements sind. Eine Einteilung in drei Reifegrad-Stufen verdeutlicht diese Spannbreite: 

Keine Background Checks 

Ein Teil der Unternehmen verzichtet komplett auf formalisierte Überprüfungen. Gründe hierfür sind oft mangelnde Ressourcen, fehlendes Bewusstsein für Risiken oder die Annahme, dass Referenzen und persönliche Gespräche ausreichen. Dieses Vorgehen birgt allerdings ein hohes Risiko, insbesondere in regulierten Branchen oder sicherheitskritischen Funktionen. 

Einheitliche Background Checks 

Viele Unternehmen führen heute Standardprüfungen durch, beispielsweise Identitäts- und Ausbildungsnachweise oder Bonitätsabfragen. Diese erfolgen meist unabhängig von der konkreten Rolle oder dem Risikoprofil. Zwar werden dadurch gewisse Risiken reduziert, doch es entstehen auch Ineffizienzen: Einfache Positionen werden teils übermässig streng geprüft, während sensible Funktionen unterkontrolliert oder zu wenig überprüft bleiben. 

Risikobasierte Background Checks im Rahmen eines Human Risk Frameworks 

Die fortschrittlichsten Unternehmen setzen auf differenzierte Verfahren, die auf einer klaren Risikoanalyse beruhen. Rollen und Funktionen werden nach ihrem Risikoprofil eingestuft, woraus sich massgeschneiderte Prüfungen ableiten. Solche Frameworks erlauben es, Ressourcen gezielt einzusetzen, die Compliance-Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig Transparenz zu schaffen.  

Fazit

Diese Dreiteilung zeigt, dass Background Checks nicht nur eine administrative Pflichtaufgabe sind, sondern auch ein strategisches Instrument im Human Risk Management darstellen können. Wer die Risiken der Belegschaft systematisch analysiert und darauf abgestimmte Prüfungen etabliert, schafft nicht nur Sicherheit, sondern auch Vertrauen und Effizienz. 

----------------------------------------------------------------

Über den Autor: Reto Marti ist Co-Founder und COO von Validato. Als Experte für operative Exzellenz und HR-Compliance verantwortet er den Aufbau rechtssicherer Screening-Infrastrukturen in hochregulierten Märkten. Sein Fokus liegt darauf, die komplexen Anforderungen der DSGVO sowie internationaler Compliance-Standards in effiziente, skalierbare und automatisierte Prozesse für moderne Unternehmen zu übersetzen. Vernetzen Sie sich mit Reto Marti: Reto Marti

----------------------------------------------------------------

👇👇👇 Jetzt mehr über Background Checks und Human Risk Management in Österreich erfahren 👇👇👇